Erfolge

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X99 WM Bregenz am Bodensee Juli 2004

Unserer WM Team 2004:

Christian Faust

festo

Vorschiff

Dirk Schönrock

dirk

Mast

Jan Giese

jan

Genua

Jörn Krüger

joern

Genua

Frank Schwarzer

frank

Taktik / Groß

Christian Schönrock

christian

Steuermann

03.07. Samstag Vermessung, Anmeldung Probeschlag Gösserbrau, Eröffnungsfeier
04.07. Sonntag Kein Proberace kein Wind, nur Sonne Casino Bregenz, Cocktail
05.07. Montag kein Race Sonne Festzelt, Swissnight, Essen
06.07. Dienstag kein Race Sonnenbrand Wirtshaus am See, Stadt Bregenz, Essen
07.07. Mittwoch 1./ 2. Race 22. und 3.Platz Festzelt, Beachparty, Freibier
08.07. Donnerstag 3./ 4. Race 53. und 6. Platz German Night, Tombola, Essen
09.07. Freitag 5./ 6./ 7. Race 12., 5. und 14. Platz Schiff verladen, Abschlußfeier

Endergebnis WM 2004

Tombola

sonne1

sail9

Kaptnb

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WM X99 vor Sandefjord, Norwegen Juli 2003

The same procedure as last year, Fjord? YES, the same procedure as every year… and the winner is: Flemming Fjord. Mit neuen Schiff und neuen Sponsor fuhr VELUX fast ungefährdet zum Sieg, dieser stand schon vor der letzten Wettfahrt fest, so dass die Disqualifikation durch schwarze Flagge im letzten Rennen keine Rolle mehr spielte. Das letzte Rennen gewann der am Ende Gesamt-Zweite Mat Victorin aus Schweden, der damit seine ebenfalls beeindruckende Serie komplettierte.

Am Ende war es aber doch wie das Rennen zwischen Hase und Igel:” Ick bünn all dor”.
Zu Siegerehrung bedankte sich VELUX artig und meinte: “Ja, eigentlich war es gar nicht unser Wind gewesen, aber wir waren so schnell, das können wir uns auch nicht erklären”. In diesem Punkt hatten sie mit Sicherheit geflunkert, keiner kann sein Schiff so schnell einstellen wie Flemming Fjord. Sie sind derzeit die Einzigen in der Klasse, die sich auch nach mittelmäßigen Starts, falscher Wahl der Seite und mittleren Positionen an der ersten Tonne wieder ganz nach vorne segeln, teilweise auch mit einer gehörigen Portion Mut und dem Glück des Tüchtigen und immer mit unglaublichen Speed und Höhe.
Die Zweitplatzierten Wiklunds Akeri AB aus Schweden zeigten ebenfalls kaum eine Schwäche und erwiesen sich als exelente Leichtwetterspezialisten. Alle anderen beteiligten sich am fröhlichen Punktesammeln. Am Ende hatte M.J.Eriksson aus Dänemark die konstanteste Serie und wurde verdient Dritter.
Die deutschen Boote blieben leider etwas hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Christian Soyka am Steuer der Käpt’n Baubär – Baltic Bay Team gehörte nach den letzten sehr guten Regattaergebnissen eigentlich zum Favoritenkreis auf eine Medaille. Leider kamen sie nie so richtig in Tritt und ein abgewiesener Protest nach Reindrängelstart von www.x99.dk trug auch nicht zur Motivationssteigerung bei. Am Ende 6. Platz. Die Besatzung um Michael Schulz mit nagelneuer “ex & hopp” belegte den 7. Platz, aber auch sie hätten sich etwas mehr Wind gewünscht.
Generell waren die Bedingungen äußerst komplex. Norwegen zeigte sich von seiner herrlichsten Sommerseite, Temperaturen nahe der 30 Grad-Marke, Sonnenschein aber kaum Wind, welcher von Tag zu Tag auch noch weniger wurde. Keine leichte Aufgabe für die norwegischen Organisatoren des örtlichen Segelclubs. Nach 2-stündigen Warten kam mittags dann eine leichte Briese, die jedoch gerade für eine Wettfahrt pro Tag reichte. Zusätzlich setzte noch ein leichter Strom unterschiedlicher Stärke und Richtung und der Wind erwies sich als sehr streifig und launisch. Somit wurde für viele die Wahl der richtigen Seite oft zum Rechnung mit vielen Unbekannten. Wie man an der Ergebnissen sieht, einige kannten die Lösung.
Die norwegischen Organisatoren hatten gute Arbeit geleistet, so wurde extra für die Veranstaltung eine Schimmsteganlage installiert, wo alle Schiffe zusammen lagen. Das Gewicht der Schiffe scheint weiterhin ein Thema zu sein. Es wurden Kontrollwiegungen durchgeführt, nur scheinbar hatte man keine geeichte Waage mit entsprechender Anzeigegenauigkeit. Dass man dann aber zu einer WM mal flugs die Klassenvorschrift aushöhlen will und eine Toleranz von 40 kg zusätzlich gestattet, hat doch sehr den Unmut erregt und die Entscheidung wurde wieder zurück genommen. Trotzdem sind die doch sehr unterschiedlichen Gewichte der Boote überraschend.
Am Ende haben wir alle gelernt das Norwegen ganz schön heiß sein kann, die Küste einmalig und beeindruckend ist und das Skagerrak manchmal auch nur ein platter Teich ist.
Nächstes Jahr geht’s dann auf, d. h. runter zum Bodensee nach Bregenz. Na, wenn da nicht wieder Flaute ist?!
Aber 2005 in Grömitz, da ist bestimmt Wind!
Jedoch, wie war das doch gleich mit den Pferd und der Apotheke?

Christian Schönrock
GER 108 Fiefdeeler

Ergebnisse:

1. VELUX DEN 598 Flemming Fjord 12
2. Wiklunds Akeri AB SWE 288 Mats Victorin 17
3. M.J.Eriksson DEN 573 Bolvig/Glaskov 26
4. www.x99.dk Expence DEN 530 Bonnen/Kiær 30
5. SUXU EST 336 Peter Saraskin 35
6. Käpt´n Blaubär-Baltic Bay GER 408 Christian Soyka 49
7. ex & hopp GER 594 Michael Schulz 54
9. patent2 GER 412 Jürgen Klinghardt 59
19. Jeannie-X GER 526 Jan Holzmann 117
21. fiefdeeler GER 108 Christian Schönrock 133
23. Tina TroiX GER 276 Gorch Stegen 135
44. Charlix GER 548 Homann/Blunck 216

 

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WM X99 Weltmeisterschaft in Medemblick, 2002

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X99 World Championship

30. JUNI – 7. JULY 2001

SKOVSHOVED – COPENHAGEN – DENMARK

Sonne, Flaute, schwarze Flagge…

Fiefdeeler wird 28. bei der WM der X99

WM in Dänemark, im Mutterland der X-en, 80 Boote prognostiziert, da müssen wir hin! So stand es fest seit einem Jahr. Da können wir aber nicht wie die Frisöre auftreten!
ALSO AUFRÜSTEN!
Unterwasserschiff komplett durchschleifen, Hauptschott zusammenlaminieren, neue Fallen, neuer Kicker, neues Großsegel, Schiff wiegen-zu leicht-Blei einbauen, usw., usw. Wohnwagen organisieren, Frank Schuberths Bus als Zugmaschine borgen (Nochmals Danke Frank!!!), Boot nochmals durchschleifen (1000er Papier!) und los geht’s. Vorab zum Training findet die Nordeuropäische und dänische Meisterschaft statt, über 50 Boote, wenig (besser gar kein) Wind, Christian kann nicht, muss arbeiten. Die Starts!, die fünfte Reihe war unsere! Dann noch besser, es wird der sogenannte Gatestart angewendet. Ihr wisst nicht wie das geht?; wir vorher auch nicht. Letztes Rennen, wir die Rote Laterne, dann Die Kante am Ende 24. Platz im letzten Rennen, gesamt 41. Platz. Gutes Training, Betriebstemperatur erreicht.

Samstag:
Anmeldung, Vermessung, Relingdurchhang zu viel, reduzieren auf 50 mm, sehr unergonomisch, aber wir haben ja Bauchspeck als Polster. In der Genua keine Nummer, Nummer besorgen, einkleben, natürlich verkehrt (Stb. muss höher als Bb.) wieder raus, wieder rein (klebt noch). Abends großer Empfang im Rathaus von Gentofte, Siegerehrung Dänische: Die Favoriten Nescafe gewinnen. Alle Honoratioren perfect in English, imagine how it would be at home.

Sonntag:
Sonne, 3 Bft.
Proberennen, der Gatestart soll vermieden werden, laaange Startlinie, allgemeiner Rückruf, noch mal! 74 Boote und alle heiß!, schlotternde Knie, zittrige Finger, pullern, Zigarette, pullern, Zigarette und los aus der Mitte. Am ersten Fass 12., Yääh!, dann noch mal rechts raus, Kante, Drehung, Verteidigen, Ziel: 3. Platz. Geht doch! Zählt bloß nicht!
Zwei hatten sich beim Start verharkt, ein Mast kommt und über Nacht ein Neuer, prompt für 12 TDM in Bar.

Montag:
Sonne, 4 Bft.
Jetzt geht’s richtig los! 2 Regatten sollen gesegelt werden.
1. Rennen:
Schlotternde Knie, zittrige Finger, pullern, Zigarette….Gebrüll, allgemeiner Rückruf, neuer Start , schwarze Flagge, Start 2. Reihe, Segel wie ´ne Wand, gesiebte Luft, an der 1. Tonne 50., vor dem Wind läufst besser, AIDA Spi steht gut (Dank dem Sponsor), an der Kreuz möhlen wir uns vor, an der Tonne Kreuzwende in Lee, Gebrüll, noch mal gut gegangen, letzte Kreuz läuft auch gut, das neue North-Groß mit MIS-Werbung (Danke, Werner!) steht auch gut, am Ende 31. Wir sind nicht unzufrieden.
2. Rennen:
….pullern, Zigarette….Gebrüll, allgemeiner Rückruf, neuer Start , schwarze Flagge, Paule ? War´n wir drüber?! Nee, ein Schlauchboot kommt vorbei und meint DOCH! Pech gehabt, wie mit uns noch 15 weitere Schiffe. Wir haben unseren Streicher!

Dienstag:
Sonne und kein Wind, platt liegt der Teich da und der Planet brennt. Antwortwimpel, auf zum Nescafe-Bus, kostenlosen Espresso trinken (die ganze Veranstaltung war stark Nescafe-lastig). Warten, warten
Um 15.00 Uhr geht’s los:
Ihr wisst schon: Schlotternde Knie, zittrige Finger, pullern…am Ende 35. Platz, hätte etwas besser sein können, aber einmal zu früh vor der Kante gewendet. Wir sind trotzdem zufrieden.

Mittwoch:
Flaute, Sonne, Warten, Nescafe (von dem starken Zeug kriegst du Herzflattern), nach 11.00 Uhr kann man schon mal ein Bier nehmen, das beruhigt.
Langsam kommt die Thermik, dann geht’s so… schlotternde Knie..
Start, na ja, aber es läuft, die Manöver klappen, richtige Seite, Vorwind sind wir schnell und am Ende 22.zigster. Na, also!
2. Rennen, noch weniger Wind
Start, es steht viel Strom (wie immer) gegenan. 1.Kreuz lief nicht so, aber Nescafe weit hinter uns.
Vorwind: stehen mit dem Strom, aber wir stehen besser als die anderen, rum um´s Fass, alles nach Lee, nicht bewegen, es fährt und wie, oben an der Tonne setzt der Strom, über Stag? Keine Chance!, wir hungern uns vorbei, an der Tonne und den anderen, Vorwind, wir sind schon 15. Irgendwo riechst nach Wind. Dann 3 Schüsse, Abbruch, schade, bei dem Rest Gejubel. Der Este EST 275 ganz vorne Nescafe am “Tampen“, aber eine faire Regatta war´s nicht (10 Minuten später war der Wind da).

Donnerstag:
Flaute, Antwortwimpel, Warten, Sonnenbrand pflegen, Nescafe, Bier geht zur Neige. Langweile auf hohen Niveau, Christian fängt an zu basteln, erste Putzeinheiten folgen…
15.00 Uhr kommt die Thermik.
Start, schwarze Flagge, bitte nicht schon wieder, 20 Schiffe müssen raus, wir nicht.
Wieder dieses innere Zittern, wie viel Adrenalin stößt man bloß aus?!
Am Ende 34. Platz, wäre mehr drin gewesen, aber immer noch über dem ausgegebenen Kampfziel 40.++.

Freitag:
Letzter Tag, Flaute , Antwortwimpel, Warten. Bier ist alle, “Grön“ muss her. (Habt ihr schon mal Bier aus einer Plasteflasche getrunken?!)
Der Teich liegt bleiern da, der Planet brennt.
Nescafe ist Erster mit einem Punkt vor EST 275 und kein Wind.
WERNER: Heut wird nicht mehr gearbeitet (gesegelt) die Lehrlinge geben einen aus (“Grön“)!
Wir fahren baden, kontrollieren das Unterwasserschiff, gut das die anderen nicht unser Unterwasserschiff sehen, wir müssten uns schämen (Nescafe fährt nur mit durchgeschliffenen Primer, sauglatt) und wir versuchen auf einem Bodenbrett Wasserski zu fahren. Und immer noch kein Wind, die starten nicht mehr…um 17.00 Uhr ein Hauch von Wind, reicht nie, Doch, sie versuchen es doch!
Start, Abbruch, Warten, Start, gut geklappt, umkippen rechts unter Land, da müsste weniger Strom sein. Die in Lee haben wir im Griff, in Luv null Wind. Langsam ziehen sie in Lee raus. Wieso haben die Wind und wir nicht! Anschlag fahren, umlegen. Ganz von links kommt Vento Azzuro, die Schweizer Bodenseespezialisten, links war also nicht schlecht. Wir sind 11. an der Tonne. Vorwind gar nichts, bei uns etwas mehr als gar nichts. Unten an der Tonne 7.. Dann links raus, keiner fährt links raus, Christian will noch mal wissen, der Rest mosert. Es zieht aus der Mitte/rechts, Mist. Bahnverkürzung, im Ziel 13. Platz. Nescafe 12. und die Esten 21. Platz. Nescafe ist Weltmeister und die dänische Segelwelt in Ordnung. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Abends große Party mit Feuerwerk, alles perfekt organisiert wie die gesamte Veranstaltung.

Fiefdeeler wird 28. von 74. und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Paule hat an den Fallen gerissen und mit dem Spibaum gekämpft, Dirk war an den Fallen und der Genua, Jörn und Werner an den Wischen gedreht und Genua getrimmt, Pfanne hat Spi und Groß gefahren und Backstagen bedient und Christian hat den Quirl festgehalten und ab und zu die richtige Kante erwischt, und zusammen hat es uns richtig Spaß gemacht, soviel dass wir schnell uns einig waren (ohne unsere Frauen) nächstes Jahr müssen wir wieder hin zur WM.

So heißt es auf nach Medemblik am Isselmeer und dann wieder,
Schlotternde Knie, zittrige Finger, pullern, Zigarette….

Crew X99 GER-108 Fiefdeeler